Liebe Dorfgemeinschaft,
die Resonanz der Sitzung vom letzten Mittwoch war sehr positiv. Erfreulich ist, dass sich sogar im Nachgang die ersten Mitbürger gemeldet haben, um in der Initiativgruppe mitzuwirken. Danke dafür!
Wir haben zu Beginn einen kurzen Rückblick über die abgelaufenen Tätigkeiten gegeben.
Im Anschluss wurden die ausgewerteten Fragebögen, die Finanzierungsmöglichkeiten sowie ein grober Zeitablauf vorgestellt.
Als Gastredner hatten wir zwei Genossen aus Frankenhain eingeladen. Die Energiegenossenschaft in Frankenhain wird voraussichtlich im März Ihr neu gebautes Nahwärmenetz in Betrieb nehmen.
Interessant an Frankenhain ist, da dort, so wie es auch in Speckswinkel möglich, Wärmepumpen die elektrische Energie in Wärme umwandeln.
Wir konnten also aus erster Hand erfahren, was von dem ersten Treffen einer Projektgruppe bis zur Inbetriebnahme des Netzes passiert.
Der spätere Verlauf des Abends verlief nicht wie geplant. Ein Gast aus Wasenberg, welcher negative Erfahrungen mit der dortigen Nahwärme gemacht hat, nutzte unsere Veranstaltung, um seinen persönlichen Unmut kundzutun. Sicherlich hat die dann ausgebrochene Diskussion zu einer gewissen Skepsis bei den Anwesenden geführt.
Wir möchten hier für Klarheit sorgen und den Auftritt richtig einordnen: kritische Meinungen sind genauso wertvoll wie positive Meinungen und eine konstruktive Diskussion führt zum besten Ergebnis.
Dennoch waren die Einwände zum jetzigen Stand in Speckswinkel nicht sinnvoll.
Warum?
Weil wir noch nicht so weit sind!
Wir befinden ist noch ganz am Anfang des Projektes und Vergleiche zu anderen Ortschaften und Gegebenheiten sind nicht zielführend.
Aktuell geht es primär darum, über den Fragebogen Interessenten und deren Energieverbräuche abzufragen, um daraus eine erste Machbarkeit abzuleiten. Mehr nicht.
Abschließend unsere Bitte und unser Appell an die Dorfgemeinschaft:
- Diskussion und Vergleiche mit anderen Gemeinden sind aktuell (noch) nicht zielführend.
- Erst mit der Erstellung der ersten Machbarkeit seitens der Energiegenossenschaft Vogelsberg (EGV) oder der späteren offiziellen Machbarkeitsstudie haben wir konkrete Zahlen für uns vorliegen. Die Machbarkeitsstudie über die EGV ist kostenlos und auch die offizielle Machbarkeitsstudie wird über Bundesförderung sowie die Kommune finanziell gefördert, so dass auch dann noch keine Kosten für den Interessenten entstehen.
- Das Projekt ist von UNS für UNS und nur WIR entscheiden, ob ein Nahwärmenetz für Speckswinkel am Ende umgesetzt wird oder nicht
- Jeder trägt zum Erfolg des Projektes bei und kann Einfluss bei der Ausgestaltung nehmen.
- Eine höhere Anzahl von potenziellen Anschlussnehmern führt zu reduzierten Kosten je Anschlussnehmer.
- Die Interessensbekundung ist unverbindlich. Es entsteht kein Nachteil.
- Sehen wir die Kommunale Nahwärmeplanung als Chance: wir können für die Interessenten kostenfrei prüfen, ob ein Nahwärmenetz für unseren Ort finanziell und technisch vorstellbar und umsetzbar wäre.
- Redet und diskutiert gemeinsam und überzeugt Euren Nachbarn, an der Machbarkeitsstudie teilzunehmen! Ohne Nachteil oder Verpflichtung.
- Nutzen WIR die CHANCE!
Bitte reicht die offenen Fragebögen bis spätestens 15.03.2026 ein.
